Der Kampf um globale Gerechtigkeit

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13.06.2019

Die “Flüchtlingskrise” sei in Wahrheit eine gewaltige Medien- und Politikkrise, so David Goeßmann. In seinem Buch “Die Erfindung der bedrohten Republik” deckt der Journalist und Kontext-TV-Mitbegründer auf, wie die großen Leitmedien die Deutschen in die Irre führten. Sie hätten mit manipulativen Mitteln Mythen verbreitet. Primäres Ziel der politischen Inszenierungen sei es, das verschärfte Abschottungssystem durchzusetzen. Denn Regierung und Wirtschaftseliten setzten trotz gegenteiliger Rhetorik seit Jahrzehnten auf „Flüchtlingsbekämpfung“. Im starken Kontrast zur Fachwelt und den meisten Bürgern in der EU, die mehr Verantwortungsübernahme ihrer Regierungen und ein Ende der Abwehrpolitik fordern. Wenn die Industriestaaten ihren Kurs gegenüber dem Globalen Süden nicht änderten, drohe angesichts der Klimaerwärmung eine Eskalation der Krisen.

26.03.2019

Seit 2015 hat die EU unter deutscher Führung das Abwehrsystem gegen Flüchtlinge erheblich verschärft. Nur noch wenige von ihnen schaffen es seitdem, EU-Territorium zu erreichen, um dort Schutz zu finden. Die zusätzliche Abschottung beruht auf mehreren Säulen: dem EU-Türkei-Deal, „Migrationsabkommen“ mit afrikanischen Staaten wie Niger, der Unterstützung für Länder wie Libyen, die Fliehende in Folterlagern zurückhalten, der Kriminalisierung der Seenotrettung und der abschreckenden Behandlung von Schutzsuchenden in der EU und Deutschland. Kontext TV sprach mit dem nigerianischen Flüchtlingsaktivisten Rex Osa, der Flucht- und Migrationsforscherin Leonie Jegen sowie Meral Zeller von Pro Asyl über den verschärften Kampf der EU gegen Flüchtlinge.

27.02.2019

Jahrzehnte neoliberaler Politik und Ideologie haben weltweit den Zusammenhalt von Gesellschaften ausgehöhlt und die Grundlagen für den Aufstieg rechter Demagogen und Faschisten geschaffen, so George Monbiot. Währenddessen bewegen wir uns weltweit immer schneller auf einen Klimakollaps und einen Zusammenbruch der Nahrungsmittelproduktion zu. Die industrielle Landwirtschaft, insbesondere die Fleischproduktion, sei einer der Hauptfaktoren für die fortschreitende Zerstörung von Artenvielfalt, Böden, Süßwasserreserven und Wäldern. Die UN haben bereits gewarnt, dass weltweit nur noch 60 Ernten verbleiben, wenn die Landwirtschaft nicht rasch und grundlegend verändert wird. Neben „direkten Aktionen“ etwa von „Extinction Rebellion“ und „Fridays for Future“ brauche es aber auch dringend ein neues emanzipatorisches Narrativ, so George Monbiot, um den moralisch, ökonomisch und politisch bankrotten Neoliberalismus abzulösen.