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07.06.2017

In seiner Rede bei dem Kongress "Die kapitalistische Moderne herausfordern" in der Universität Hamburg spricht David Graeber über seine Erfahrungen mit der Bewegung für globale Gerechtigkeit, Occupy Wall Street und vor allem über seine Reise in die kurdisch geprägte Provinz Rojava im Norden Syriens. Dort ist es Kurden und anderen Gruppierungen gelungen, selbstverwaltete, basisdemokratische Strukturen aufzubauen, die bisher sowohl dem IS als auch dem Assad-Regime und den Angriffen der türkischen Regierung trotzen. Die Revolution in Rojava sei, so Graeber, auch deshalb bemerkenswert, weil sie Methoden entwickelt hat, um eine politische und wirtschaftliche Organisation von unten nach oben aufzubauen und bürokratische Hierarchien zu vermeiden. Dazu sei eine Doppelstruktur der Macht entstanden: Für den notwendigen Kontakt mit externen Institutionen gebe es eine staatsähnliche Struktur; doch nach innen seien nach wie vor die lokalen Räte die Entscheidungsträger. Damit könne Rojava zu einer wichtigen Inspirationsquelle für die Suche nach neuen Formen der Demokratie jenseits staatlicher Bürokratien sein.

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